Buchpremiere in Warschau

Layout 1Nach langem Warten erscheint „Fräulein Esthers letzte Vorstellung“ diesen Monat beim Posener Verlag Media Rodzina. Dass dieser besondere Titel nun auch auf Polnisch zugänglich sein wird, freut uns umso mehr, als die Buchpremiere in Warschau stattfindet, in Janusz Korczaks Waisenhaus. Die Veranstaltung wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert, im Rahmen des „Grenzgänger“-Programms.

Heinemann-Friedenspreis für „Frl. Esthers letzte Vorstellung“

Der mit 7500 Euro dotierte Preis geht an den Autor Adam Jaromir, die Illustratorin Gabriela Cichowska und die Grafikerin Dorota Nowacka. Die Auszeichnung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen erinnert an den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1976) und zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur mit friedenspolitischem Inhalt. „Es ist ein sehr trauriges Buch“, erklärte Ministerin Ute Schäfer, „aber auch ein Buch, in dem von der Hoffnung auf ein besseres Morgen die Rede ist, der erdrückenden Realität des Holocaust zum Trotz”. Das Buch berühre die jungen Leserinnen und Leser „sowohl durch seinen bewegenden Text als auch durch die ausdrucksstarken Illustrationen und die grafische Gestaltung“.

Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Fräulein Esther … So sah sie in Wirklichkeit aus

Foto Esther WinogronDa sich die Arbeiten an Fräulein Esther – zwischen Fakten und Fiktion doch etwas in die Länge ziehen, gestatten wir unseren Lesern einen Blick durchs Schlüsselloch. Dahinter … Fräulein Esther als junges Schulmädchen, noch lange vor dem Krieg. Keck, ohne jede Scheu blickt sie in die Kamera, ein Löwenbaby fest umklammernd. Entstanden ist dieses Bild aller Wahrscheinlichkeit nach im Warschauer Zoo, dessen Direktor, Jan Żabiński, ein Jahrzehnt später den aus dem Warschauer Ghetto entflohenen Juden Unterschlupf gewähren sollte. Wir danken der Leiterin des Korczakianums, Frau Marta Ciesielska, für die freundliche Überlassung des Bildes.

Gut Ding will Weile …

Esther_BeiheftWie bereits angekündigt arbeiten wiran einem Beiheft zu „Fräulein Esthers letzte Vorstellung“, das allerdings erst zur Frankfurter Buchmesse – sprich: am 01. Oktober 2014 – erscheinen wird. In „Fräulein Esther – zwischen Fakten und Fiktion“ (so der aktuelle Titel der Publika- tion) wird es – neben historischem Bildmaterial – solche schönen Collagen geben …

„Fräulein Esther – zwischen Fakten und Fiktion“ gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen von „Fräulein Esthers letzte Vorstellung“. Der Herr Doktor, Frau Stefa, ihre 200 Kinder – wer waren diese Menschen? Wieso verließen sie ihr „Weißes Haus“? Wie lebten sie im Warschauer Ghetto? Welche kleinen Rituale halfen ihnen dort, den schweren Alltag zu meistern? Und wer brachte Korczak auf die Idee, in dieser dunklen Zeit ein Theaterstück aufführen zu lassen?

Recht auf eine eigene Schublade

P82A2252Bereits 1912 besaß in Janusz Korczaks Waisenhaus jedes Kind eine eigene Schublade, in der es seine Schätze verbergen konnte. Niemand – es sei denn mit seinem Einverständnis – durfte hineinschauen. Damit respektierten der Herr Doktor und seine Mitarbeiter zweierlei: das Recht des Kindes auf Eigentum und sein Recht auf Privatsphäre. In dem Haus in der Krochmalna-Straße gab es hierfür einen soliden Eichenschrank mit 100 Kassetten. Im Warschauer Ghetto mussten Pappschachteln als Ersatz dienen. Wir haben den Fotografen Tymoteusz Lekler gebeten, die dazugehörige Illustration aus “Fräulein Esthers letzte Vorstellung” dreidimensional werden zu lassen.

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